Riesenbecker Sixdays 2026

Ein kurzer Blick in die Geschichte der Veranstaltung
[MH, 14.05.2026] Die Riesenbecker Sixdays wurden erstmal 1989 veranstaltet. Damals machten sich 35 Laufbegeisterte auf den Weg, die sechs Etappen, die immer wieder den Teutoburger Wald in die Strecken einbeziehen, zu absolvieren. An Gesamtkilometern kommen seither rund 120 bis 130 Kilometer zusammen. Seit 1992 wird dieses Etappenrennen im Zweijahresrhythmus ausgetragen. Anfangs ging es weniger um einen Wettkampf als vielmehr um ein gemeinsames Lauferlebnis in schöner Natur. Im Laufe der Jahre wurde der Wettkampfcharakter jedoch immer stärker, was die Teilnehmenden der ersten Stunde etwas bedauerten.
Schaut man in unsere Vereinszeitung so nahmen unsere Mitglieder erst ab der Mitte der 1990er Jahre so richtig Notiz von dieser Veranstaltung. In der Augustausgabe der ZwischenZeit von 1996 ist ein kleiner Bericht von den Riesenbecker Sixdays von Anne Holtkötter zu finden, die im Mai des Jahres erstmals daran teilgenommen hatte. Vier weitere Teilnahmen sollten folgen. Anne schrieb: „Die Organisation vom täglichen Bustransfer über die Verpflegung, die Stimmung und Überraschungen beim Zieleinlauf, die tägliche Ergebnisauswertung bis zum Abschlussabend war einfach perfekt… Jeden Tag hieß es ‚Tschüss bis morgen!‘ und am nächsten ‚Na, was machen die Beine heute?‘“. 1996 gingen runde 200 Teilnehmende an den Start. Zwei Jahre später wurde ein Teilnehmerlimit von 250 bei den 5. Riesenbecker Sixdays vom 15. Bis 21. Mai festgelegt. Das Limit wurde ausgeschöpft und 10 Prozent davon waren LSFer/innen. In den folgenden Austragungen erhöhten die Organisatoren das Limit immer weiter. Hier nur ein paar Zahlen dazu:
2000 – 282 Teilnehmende – 34 LSF Mitglieder
2002 – 335 Teilnehmende – 40 LSF Mitglieder
2014 – 619 Teilnehmende – 34 LSF Mitglieder
2016 – 570 Teilnehmende – 45 LSF Mitglieder
2018 – 548 Teilnehmende – 38 LSF Mitglieder
2022 – 444 Teilnehmende – 22 LSF Mitglieder
2024 – 404 Teilnehmende – 20 LSF Mitglieder
2026 – 543 Teilnehmende – 18 LSF Mitglieder
Zu den 18. Riesenbecker Sixdays 2026
Verlässt man sich auf die Streckenpläne waren bei der diesjährigen Ausgabe 122,7 km und etwa 1.600 Höhenmeter zu absolvieren. Während in den ersten beiden Tagen ziemlich warmes Wetter herrschte, so mussten sich die Teilnehmenden ab Montag mit deutlich kühleren Temperaturen auseinandersetzen. Leider war das schlechteste Wetter am Abschlusstag mit Zieleinlauf in Riesenbeck.
Dominik Schüßler, schnellster Mann des LSF, hielt sich bei allen Etappen unter den besten vier Männern im Gesamteinlauf auf. Auf der letzten Etappe ging es noch darum, den knappen Rückstand im Gesamtklassement auf den dritten Platz, den Luca Heerdt innehatte, vielleicht noch aufzuholen. 23,1 Kilometer boten da Gelegenheiten. Die beiden schenkten sich nichts. Obwohl Dominik auf der letzten Etappe in der Tageswertung den 2. Platz belegte, konnte er den Rückstand zu Luca nicht ganz aufholen. Am Ende fehlten 30 Sekunden auf den dritten Platz. Dominik belegte in der Gesamtzeit von 7:25:15 den 4. Gesamtrang bei den Männern.
Silvia Sprenger spielte bei den Frauen eine vergleichbare Rolle. Sie war bei allen Etappen immer unter den schnellsten drei Frauen. Letztlich belegte sie den dritten Gesamtrang in der Zeit von 9:27:29, worüber sie sich sehr freute.
Einen Altersklassensieg konnte Meike Heidges in der AK W45 erringen. Zweite Plätze gingen an: Dominik Schüßler – M35, Jens Korte – M55, Reinhard Zumdick – M60 und Silvia Sprenger W40. Den Sprung aufs Podium schaffte mit seinem 3. Platz in der Männerklasse Dennis Kerkenhoff. Dennis, der zum ersten Mal an den Sixdays teilnahm, erkundigte sich nach der 5. Etappe bei seiner Trainingsgruppe nach „Geheimrezepten für harte Waden“.
Man darf gespannt sein, wer von den Debütanten, aber auch alten „Hasen und Häsinnen“ in zwei Jahren erneut sich diesem Laufabenteuer stellen wird. Schaut man sich die Statistik an, dann scheinen die Zahlen der Teilnehmenden aus Vereinssicht rückläufig zu sein. 2002 stellten wir noch 12 Prozent aller Teilnehmenden. In diesem Jahr waren es hingegen nur 3,3 Prozent.
Alle Ergebnisse unserer Teilnehmenden finden sich auf unserer Ergebnisseite.
Tausende von Fotos, gefertigt vom der Fotografin Silke Schröer, mit Unterstützung, findet man /hier/. Es lohnt sich.






